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Kaissiber 31 ist erschienen
Wer gegen 1. d4 die Initiative an sich reißen will, findet kaum etwas Besseres als das Schara-Hennig-Gambit. Es fehlt nur an aktueller Literatur. Kaissiber 31, das am 9. April im Bahnhofsbuchhandel erscheint, füllt diese Lücke und informiert seine Leser auf 32 Seiten über alles, was man zum Schara-Hennig-Gambit wissen sollte – ob mit Schwarz oder mit Weiß. In starkem Kontrast hierzu steht der Beitrag von Gerard Welling: er berichtet über Philip du Chattel und sein phantasievolles Universalsystem mit Sh6. Eine Rezension von Lew Gutman (über Chalifmans neues Werk zur Sweschnikow-Variante mit dem hübsch umständlichen Titel Opening for White according to Anand 1. e4, vol. 10) beleuchtet auf drei Seiten Chalifmans für Weiß vorgeschlagene Hauptvariante und vergisst nicht, auf mögliche Lücken in der Argumentation hinzuweisen. Die Liebhaber schachhistorischer Beiträge kommen bei Peter Anderbergs „Klaus Junge in Dresden“ und Alfred Diels Artikel über Sultan Khan voll auf ihre Kosten. Natürlich darf auch Bent Larsen im neuen Heft nicht fehlen.
In Kaissiber 30 schreibt Iván Bottlik (Ungarn) über János Balogh. Dieser kreative ungarische Schachmeister hat im Nah- und Fernschach viele ungewöhnliche Eröffnungsideen entwickelt, u. a. die nach ihm benannte Verteidigung 1. e4 d6 2. d4 f5!?. Ein weiteres Hauptthema dieser Ausgabe ist Owens Verteidigung 1. e4 b6 2. d4 Lb7. Klaus Gawehns, der Verfasser des Beitrages, hat Owens Verteidigung etwa fünf Jahre lang im Fern- und im Nahschach fast ausschließlich angewandt. Andere Artikel in Stichworten: Grünfeld-Indisch, USA-Eröffnung, Capablanca, O’Kelly und vieles mehr. Eben die für Kaissiber charakteristische Mischung aus Theorie und Schachgeschichte.
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