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Kaissiber 33 erscheint am 29. Oktober
Die recht beliebte "Portugiesische Variante" 1. e4 d5 2. exd5 Sf6 3. d4 Lg4 wird in Kaissiber 32 von Michiel Wind nahezu widerlegt. Dagegen schneidet das Palme-Gambit 3. c4 e6!? in seinem Beitrag "Vorsicht Skandinavisch!" weit besser ab. Stefan Bücker widmet sich dem Kieseritzky-Gambit und hilft mit neuen Ideen nach 5. … d6 dem Königsgambit wieder auf die Beine. In dieser Ausgabe finden sich ferner der zweite und abschließende Artikel von Klaus Gawehns über die Owen-Verteidigung sowie ungewöhnlich viel Leserresonanz zu diesen Themen: Schara-Hennig-Gambit, Flügelgambit, Caro-Kann mit 2. Se2 und Du-Chattel-System. Angebliche Ausgleichswege in der Sweschnikow-Variante erweisen sich in einer akribischen Buchrezension von Lew Gutman als nicht beweiskräftig; Schwarz muss also weiter nach einer Lösung suchen. Über Sammi Fajarowicz schreibt Peter Anderberg, während Alfred Diel an Vera Menchik erinnert. Arno Nickel berichtet auf anregende Weise über das „Freestyle-Schach“. Sich von Schach-Software beraten zu lassen, das ist im Internet bei solchen Turnieren sogar erlaubt und erwünscht.
Wer gegen 1. d4 die Initiative an sich reißen will, findet kaum etwas Besseres als das Schara-Hennig-Gambit. Es fehlt nur an aktueller Literatur. Kaissiber 31, das am 9. April im Bahnhofsbuchhandel erscheint, füllt diese Lücke und informiert seine Leser auf 32 Seiten über alles, was man zum Schara-Hennig-Gambit wissen sollte – ob mit Schwarz oder mit Weiß. In starkem Kontrast hierzu steht der Beitrag von Gerard Welling: er berichtet über Philip du Chattel und sein phantasievolles Universalsystem mit Sh6. Eine Rezension von Lew Gutman (über Chalifmans neues Werk zur Sweschnikow-Variante mit dem hübsch umständlichen Titel Opening for White according to Anand 1. e4, vol. 10) beleuchtet auf drei Seiten Chalifmans für Weiß vorgeschlagene Hauptvariante und vergisst nicht, auf mögliche Lücken in der Argumentation hinzuweisen. Die Liebhaber schachhistorischer Beiträge kommen bei Peter Anderbergs „Klaus Junge in Dresden“ und Alfred Diels Artikel über Sultan Khan voll auf ihre Kosten. Natürlich darf auch Bent Larsen im neuen Heft nicht fehlen.
In Kaissiber 30 schreibt Iván Bottlik (Ungarn) über János Balogh. Dieser kreative ungarische Schachmeister hat im Nah- und Fernschach viele ungewöhnliche Eröffnungsideen entwickelt, u. a. die nach ihm benannte Verteidigung 1. e4 d6 2. d4 f5!?. Ein weiteres Hauptthema dieser Ausgabe ist Owens Verteidigung 1. e4 b6 2. d4 Lb7. Klaus Gawehns, der Verfasser des Beitrages, hat Owens Verteidigung etwa fünf Jahre lang im Fern- und im Nahschach fast ausschließlich angewandt. Andere Artikel in Stichworten: Grünfeld-Indisch, USA-Eröffnung, Capablanca, O’Kelly und vieles mehr. Eben die für Kaissiber charakteristische Mischung aus Theorie und Schachgeschichte.
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